7 Fakten zum Krapfen

7 Fakten zum Krapfen

Faschingszeit ist Krapfenzeit. Zu keiner anderen Zeit im Jahr als im Fasching werden so viele Krapfen gegessen wie jetzt. Aber woher kommen die runden, flaumigen Germteigdinger überhaupt und warum werden sie in so großen Mengen gerade in der Faschingszeit gegessen?

KRAPFEN IST GLEICH BERLINER IST GLEICH PFANNKUCHEN

Nicht überall heißen Krapfen auch Krapfen. Bei uns in Österreich und auch in Bayern ist dieser Name geläufig. Weiter nördlich, so etwa ab der Main-Linie, heißt der Krapfen Berliner und in Berlin selber wiederum kennt man das Germteiggebäck unter dem Namen Pfannkuchen, der bei uns ja wiederum ein Palatschinken ist.

DIE LEGENDEN RUND UM DEN KRAPFEN

Laut einer Legende soll die Erfindung des Krapfens purer Zufall gewesen sein. Cilly Krapf – daher auch der Name – hat vor lauter Ärger ein Stück Germteig nach ihrem Lehrling geworfen. Dieses traf den armen Burschen aber glücklicherweise nicht, sondern fiel in einen Topf heißen Fettes. Das Stück wurde rausgefischt, ausgekühlt probiert und fand bei der Werferin großen Anklang. So war – glaubt man der Geschichte – der Krapfen erfunden.

WIE ES (VIELLEICHT) WIRKLICH WAR

Wie uns überliefert wurde, gab’s nicht nur bereits Abwasserkanäle und gepflasterte Straßen, sondern auch Krapfen bei den alten Römern. Durch die Ausdehnung des römischen Reiches gelangten sie bis in die römische Siedlung „Vindobona“ – dem heutigen Wien und somit zu uns. Als „Craphe“ wurden sie damals zu besonders hohen Festtagen gerne serviert.

UND WARUM GERADE IM FASCHING

Die Fastenzeit früher war ziemlich streng. Damit auch ältere und ärmere Menschen die Fastenzeit unbeschadet überstehen, empfahlen die Mönche im Mittelalter daher vor dem Aschermittwoch statt Brot auf die energiereichen Krapfen zurückzugreifen. So sollte sich das einfache Volk Energiereserven anlegen. Außerdem konnten so Vorräte von Butter, Eiern und Schmalz aufgebraucht werden.

WELCHE FÜLLUNG ES BRAUCHT

Irgendwann in der Barockzeit kam dann die Marmelade zum Krapfen dazu. Der klassische Faschingskrapfen wird mit Marillenmarmelade gefüllt und mit Staubzucker bestreut. Im Laufe der Zeit kreierten die Bäcker aber immer neue Füllungen und so erfreuen sich heute auch Erdbeermarmelade, Nougatfüllen, Vanillecremen und vieles mehr steigender Beliebtheit. Übrigens – um ein echter Faschingskrapfen zu sein, muss mindestens 15% Marmelade im Endprodukt enthalten sein!

KENNZEICHEN – HELLER RAND

Das einzigartige am Krapfen ist wohl der helle Rand. Ein perfektes „Ranftl“, wie dieser auch genannt wird, entsteht dadurch, dass der Krapfen zuerst bei geschlossenem Deckel herausgebacken, dann umgedreht und anschließend bei offenem Deckel fertig gebacken wird.

VOR ODER NACH DEM FRITTIEREN – SO KOMMT DIE MARMELADE IN DEN KRAPFEN

Die häufigste Variante die Marmelade in den Krapfen zu bekommen, ist die des Spritzens. Dafür wird die Marmelade bzw. die Füllung einfach nach dem Backen mit einer Spritztülle in den fertigen Krapfen gespritzt. Erkennbar ist das auch immer an dem Loch. Kenner beißen dann direkt hier hinein – so vermeidet man auch, dass die Marmelade beim ersten Bissen hinausgedrückt wird.

Die zweite Variante ist die, dass vor dem Frittieren der Teig leicht ausgerollt und ausgestochen wird. Anschließend kommt die Marmelade drauf, eine zweite Teighälfte wird obenauf gelegt und ab ins heiße Fett.

ÜBRIGENS…

Bei Hager bekommen die Krapfen übrigens besonders viel Zeit. So werden sie richtig schön flaumig. Wenn Sie zuschauen wollen, wie bei Hager Krapfen gebacken werden, sehen Sie sich das Video auf Facebook an. Oder Sie kommen gleich direkt in eine Hager-Filiale, um sich durch das umfangreiche Krapfensortiment zu kosten. Neben dem klassischen Marillekrapfen gibt’s auch Powidlkrapfen bestreut mit Mohn, Nougatkrapfen, Vanillekrapfen, Heiße-Liebe-Krapfen mit köstlicher Vanillecreme und Himbeermarmelade oder einen Heidelbeer-Vanillekrapfen.

Kosten und genießen Sie Ihren persönlichen Krapfenliebling!

Dr. Astrid Laimighofer ist Ernährungswissenschafterin und schreibt in regelmäßigen Abständen für unseren Brotblog.

Dr. Astrid Laimighofer
Ernährungswissenschafterin & Buchautorin
0699/1000 80 85
astrid@laimighofer.at
www.gesundberaten.co.at

×

Warenkorb

Wir verwenden Cookies, um diese Webseite zu betreiben und ihre Benutzerfreundlichkeit zu verbessern. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen