5 Urlaubsländer und ihr Brot und Gebäck
Ciabatta Bread with olive oil and green olives. Fresh Homemade Italian Bread Ciabatta slised on linen napkin, wooden table, top view.

5 Urlaubsländer und ihr Brot und Gebäck

Sommerzeit ist immer gleich auch Reisezeit. Und mit fremden Ländern ist auch immer neues anderes Essen mit im Gepäck. Wir haben uns dieses Mal in beliebten europäischen Urlaubsländern nach typischen Brot- und Gebäckspezialitäten umgesehen und wie diese dort am liebsten gegessen werden.

Italien

Starten wir unsere Reise in Italien. Italien ist weiterhin des Österreichers liebstes ausländisches Urlaubsdomizil. Laut einer Umfrage verbringen 15,5% von uns ihren Urlaub am liebsten im südlichen Nachbarland. Eines der beliebtesten Brote dort ist das Ciabatta. Erfunden wurde es erst 1982 und seinen Namen hat es übrigens daher, dass seine Form an eine „Pantoffel“ erinnert. Ciabatta ist ein Sauerteigbrot aus streng genommen nur 5 Zutaten, nämlich Weizenmehl, Hefe, Salz, Wasser und Olivenöl mit einer grob-löchrigen Teigstruktur. Am besten schmeckt es mit anderen mediterranen Zutaten wie getrockneten Tomaten, Salaten, Prosciutto oder Pecorino.

Focaccia ist eine weitere italienische Brotspezialität. Das Fladenbrot kommt eigentlich aus Ligurien und wurde bereits von den alten Römern gebacken und geschätzt. Grundsätzlich ein Hefeteig, je nach Region werden verschiedene Zutaten zugegeben – angefangen von Oliven, Käse, Sardellen aber auch süße Varianten sind zu finden. Unbedingt erwähnen möchten wir auch noch die Grissini. Jeder kennt sie, doch niemand weiß genau wie sie entstanden sind. Die Weißbrotstangen gibt es entweder pur aber auch mit Gewürzen verfeinert und sind speziell im Piemont zu finden.

Frankreich

Von Italien führt uns unsere Reise nach Frankreich. Was wäre Frankreich ohne das Baguette? Das Baguette ist eine der Säulen der französichen Esskultur. Etwa 6 Milliarden Exemplare werden jährlich davon verkauft. La baguette ist die hellste und einfachste Brotsorte, kostet weniger als 1 Euro, wiegt in der Regel 250 g und ist etwa 64 cm lang. Die Franzosen spaßen nicht mit ihrem Lieblingsbrot, daher ist genau festgelegt, was in einem Baguette de tradition francaise enthalten sein darf. Nämlich ausschließlich Weizenmehl, Wasser, Hefe oder Sauerteig und Salz. Außerdem muss es vor Ort gebacken werden. Die kleine Schwester des Baguettes ist la ficelle oder auch la flute – ein besonders schmales Baguette, das zwar genauso lang ist, aber nur halb soviel wiegt. Da bekommt man dann viel knusprige Kruste und wenig weiche Krume. Doch neben den zahlreichen Baguettevarianten finden wir in Frankreich auch leckeres Brioche. Die süßen oft hübsch geflochtenen kleinen Brötchen bestehen aus hellem Mehl, Zucker, Eiern und etwas Milch. Nicht vergessen dürfen wir auf das Croissant. Zu einer Tasse Café au lait ist das Croissant noch immer als Frühstück unter den Franzosen besonders beliebt. Viele tauchen ihr Croissant übrigens in ihren Milchkaffee. Absolut probierenswert!

Spanien

Noch etwas weiter westlich gelangen wir nach Spanien. Auch hier in Spanien ist eine Mahlzeit ohne Brot undenkbar. Typisch für Spanien ist auch hier Stangenweißbrot, das aber ganz einfach „Pan“ also „Brot“ heißt. Das Pan Cateto beispielsweise ist ein spanisches Landbrot mit Sauerteig oder das Pan Rustico ist ein etwas kräftigeres Weißbrot. Sehr lecker und Geheimtipps sind auch das Pan de cristal, ein besonders knuspriges Weckerl, das Pan de Payes, ein rundes Brot aus Katalonien oder das Pan de broa, ein Maisbrot typisch für den Nordwesten Spaniens. In Andalusien heimisch ist das Mollete de Antequera. Das sind kleine weiße Brötchen mit weicher Krume, aus denen gerne Sandwiches bereitet werden.

Skandinavien/Schweden

Wandern wir ein bisschen weiter nach Norden und machen wir in Skandinavien im Reich von Pippi Langstrumpf und des Michel aus Lönneberga Pause. Die skandinavischen Länder sind zwar noch nicht unter den Top 5 der europäischen Lieblingsurlaubsländer, aber sie werden immer beliebter. Schweden zum Beispiel ist bekannt für sein Knäckebrot. Dieses ist lange haltbar, was früher während der langen Winter oft wichtig war. Gegessen wird es besonders gerne ausschließlich mit Butter. Wer schwedisches Brot einkauft, wird sich wundern, dass dieses oftmals süß schmeckt – für uns komplett ungewohnt. Grund dafür ist, dass nach dem ersten Weltkrieg auch in Schweden Lebensmittelmangel herrschte. Brot wurde zumeist selber gebacken. Und damit die Bevölkerung ausreichend Kalorien zu sich nahm, wurde sie aufgefordert Zucker ins Brot zu mischen. Dieser war in Schweden damals ausreichend vorhanden.

Griechenland

Ganz zum Schluss machen wir noch einen Abstecher ganz in den Süden nach Griechenland. Hier verbringen doch mehr als 9% aller Österreicher*innen am liebsten ihren Urlaub. In Griechenland finden wir die typischen Fladenbrote – Pitabrote werden sie hier genannt. Die weichen Fladenbrote aus leicht gesalzenem Hefeteig, mit Sesam oder Schwarzkümmel bestreut, werden entweder einfach so als Beilage aber auch gefüllt als Gyrostasche gegessen.

Fladenbrote wurden übrigens bereits im alten Ägypten gebacken, für die Brot bereits damals ein Grundnahrungsmittel war. Von dort gelangte die Kunst des Brotbackens nach Griechenland und dann weiter nach ganz Europa.

Ganz egal wohin Sie Ihre Urlaubsreise führt, probieren Sie die dort heimischen Brotspezialitäten.  Und wenn Sie wieder zuhause sind, hat auch die Bäckerei Hager zahlreiche Brotsorten im Angebot, die Urlaubsfeeling aufkommen lassen.

Dr. Astrid Laimighofer ist Ernährungswissenschafterin und schreibt in regelmäßigen Abständen für unseren Brotblog.

Dr. Astrid Laimighofer
Ernährungswissenschafterin & Buchautorin
0699/1000 80 85
astrid@laimighofer.at
www.gesundberaten.co.at

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