Die Langer Mühle – die Mühle, bei der nichts klappert

Die Langer Mühle – die Mühle, bei der nichts klappert

Der Weg vom Getreidefeld bis zum frischen knusprigen Semmerl oder dem würzigen Roggenbrot im Frühstückskörberl ist erheblich länger als die Zeit, in der wir es voller Genuss verspeisen. Neben der Arbeit des Bäckers spielen auch die Rohstoffe dafür eine maßgebliche Rolle, wie sehr uns letztendlich das Endprodukt schmeckt. Und als Ausgangsprodukt steht natürlich das Getreide an erster Stelle.

Wir haben uns daher heute auf die Suche gemacht zu den Quellen des Getreides der Bäckerei Hager und machten Station bei der Langer Mühle in Ober-Grafendorf.

Wie die Bäckerei Hager ist auch die Langer Mühle schon seit Generationen in Familienbesitz. Es war im Jahr 1955, als die Großeltern des jetzigen Juniorchefs auf der Suche nach einer Mühle endlich in Ober-Grafendorf, das idyllisch an der Pielach liegt, fündig wurden. Nach dem Abzug der russischen Besatzer ging die Mühle schließlich am 18. Oktober 1955 in Betrieb. Seither werden täglich Weizen und Roggen von Bauern der Umgebung zu feinstem Mehl vermahlen und an die langjährigen Kunden im Umkreis wie die Bäckerei Hager ausgeliefert.

Doch auch Sie können Langer Mehl entweder direkt ab Werk oder beispielsweise bei Kruste & Krume beziehen.

Niederösterreich ist Nummer 1 im Getreideanbau

Die wichtigsten Brotgetreide in Österreich sind Weizen und Roggen. Insbesondere in Niederösterreich herrschen klimatische Bedingungen, die für den Anbau der Getreidesorten ideal sind und so stammen mehr als zwei Drittel des gesamten österreichischen Weizens und Roggens von hier. Auch die Langer Mühle vermahlt 84% Weizen und 16% Roggen aus der Region.

Eine Mühle braucht Tradition und Technologie

Die Zeit, in der in Mühlen Mehlsäcke geschleppt wurden, sind längst vorbei. Heute steht Technik an vorderster Stelle. Kommt das geerntete Getreidekorn in die Mühle, wird zuerst die Qualität geprüft, dann gereinigt und schließlich gemahlen. Durch bis zu 13 Mahlvorgänge entstehen grob gesagt vier Mahlprodukte. Je nach Korngröße wird zwischen Schrot, Grieß, Dunst und letztendlich dem Mehl unterschieden. Aus der Schale, die zu Beginn des Mahlprozesses entfernt wird, entsteht die Kleie – ein Ballaststofflieferant par excellence.

Im Vollkornmehl sind alle Teile des Korns zu finden, so auch die Schale und der Keimling. Auch dazu wird in der Langer Mühle ein kleiner Teil vermahlen.

Ebenso in der Mühle wird die Typenzahl bestimmt. Sie finden diese Zahl, die den Ausmahlungsgrad des Mehls angibt, auf der Mehlpackung. Je höher sie ist, umso dunkler das Mehl und umso mehr Mineralstoffe und Ballaststoffe sind darin enthalten, da auch mehr Schale mitvermahlen ist. Sehr helles Weizenmehl hat beispielsweise die Type W480, helles Roggenmehl die Type R500. Beim Vollkornmehl gibt’s keine Typenbezeichnung, da ja das ganze Korn vermahlen wird.

Die Bezeichnung glatt und griffig wiederum hat mit der Körnung des Weizens zu tun. Griffiges Mehl ist körniger als glattes Mehl. Universalmehle, wie sie auch zu haben sind, sind eine Mischung aus beiden.

1983 baute die Langer Mühle ein neues Mühlengebäude, das ständig dem Stand der Technik angepasst wurde.  Zusätzlich werden sukzessive neue Produkte entwickelt, um den Bedürfnissen des sich ständig ändernden Marktes gerecht zu werden.

Immer das Gleiche, aber nie langweilig

Neue Zeiten brechen auch in der Langer Mühle demnächst an. So werden die Geschäfte im nächsten Jahr endgültig an die dritte Generation übergeben. Die Langer-Männer waren und bleiben neben dem Getreide und den MitarbeiterInnen die tragenden Säulen des Unternehmens. 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt die Langer Mühle und das teilweise schon jahrelang. So zum Beispiel Ernst, ein Müller, der bereits als Lehrling in der Mühle begonnen hat und nun dort auch demnächst in Pension gehen wird. Fragt man Herrn Langer junior nach den Besonderheiten der Mühle, so sind es die langjährigen Kundenbindungen, die besonders im Gedächtnis haften bleiben. Beliefert die Mühle doch einige der gleichen Kunden, die schon zu Zeiten seines Großvaters beliefert wurden.

Kunden sind Partner, die sich auf die Verlässlichkeit, gleichbleibende Qualität und höchste Flexibilität der Langers verlassen können. Genau deswegen schätzt auch die Bäckerei Hager die Langer Mühle als langjährigen Partner.

Dr. Astrid Laimighofer ist Ernährungswissenschafterin und schreibt in regelmäßigen Abständen für unseren Brotblog.

Dr. Astrid Laimighofer
Ernährungswissenschafterin & Buchautorin
0699/1000 80 85
astrid@laimighofer.at
www.gesundberaten.co.at

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