Lass‘ dich auch vom Hafer stechen

Lass‘ dich auch vom Hafer stechen

Hafer hat es als Brotgetreide im Vergleich zu seinen Geschwistern Weizen, Dinkel oder Roggen relativ schwer. Trotzdem erobert er sich langsam aber stetig seinen Platz in der heimischen Brot- und Getreideszene.

Beim Gedanken an Hafer kommt bei vielen die Vorstellung von geschmacklosen Suppen oder Breien. Diese gibt es prinzipiell nur dann, um ein beleidigtes Magen-Darm-System wieder zu beruhigen. Diese Zeiten sind aber glücklicherweise vorbei. Immer mehr hält Hafer Einzug in trendige Rezepte von heute. Cremige Overnight Oats, knuspriges Granola, leckere Waffeln oder Pancakes, knackige Weckerl oder schnelle Cookies – Hafer wird mittlerweile gerne und viel verwendet und auch (Profi-)Sportler schwören auf die kleinen gehaltvollen Körner oder Flocken. Und das ist kein Wunder bei den vielen Vorzügen, die Hafer aufzuweisen hat.

Die besten Benefits von Hafer

  • Hafer ist gut fürs Gedächtnis: Hafer ist schon seit jeher DAS Brainfood Nummer 1. Aufgrund seines großen Gehalts an Vitamin B1 spielt es eine große Rolle für das Nervensystem. Seine Kohlenhydrate versorgen den Körper über lange Vormittage hin mit ausreichend Energie und halten die Konzentration hoch. Nicht umsonst ist Porridge in Großbritannien schon seit jeher das gängigste Frühstück und auch bei uns gibt es immer mehr Liebhaber der cremigen Breie.
  • Hafer macht lange satt: Die im Hafer reichlich vorkommenden Ballaststoffe sättigen ausgesprochen lange. Dadurch helfen sie auf geschmackvolle Weise überschüssige Kilos loszuwerden und fördern zusätzlich die Verdauung. 100 g Haferflocken liefern bereits 1/3 der gesamten täglichen Ballaststoffmenge.
  • Hafer lässt die Muskeln wachsen: Hafer enthält mit etwa 14 g Eiweiß pro 100 g mehr Eiweiß als Weizen. Dadurch ist er auch für vegetarisch oder vegan essende Sportler und Sportlerinnen ein Muss am Speiseplan.
  • Hafer als Vitamin- und Nährstoffwunder: Hafer ist vollgepackt mit den Mineralstoffen Magnesium, Eisen und Zink. Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff für unsere Muskelfunktionen. Treten erst mal Krämpfe auf, ist ein Magnesiummangel sehr wahrscheinlich. Eisen brauchen wir für die Sauerstoffversorgung und die Blutbildung, wobei der Körper noch mehr Eisen aus dem Hafer nutzen kann, wenn Sie ihn gemeinsam mit Vitamin C aufnehmen. Essen Sie einfach etwas Obst zu Ihren Overnight Oats oder trinken Sie etwas Orangensaft zum Haferweckerl. Zink wiederum unterstützt unser Immunsystem, und das können wir gerade momentan ja sehr gut brauchen.
  • Hafer beruhigt den Magen-Darm-Trakt: Doch auch seine immer noch bedeutende Rolle bei Magen-Darm-Erkrankungen soll herausgehoben werden. Die Schleimstoffe des Hafers legen sich an die Darmschleimhaut und beruhigen Darm und Verdauung.

Wenig Gluten – Nachteil und Vorteil zugleich

Was für die Backfähigkeit ein Nachteil ist, ist für viele Menschen, die zum Beispiel auf Weizen sehr sensitiv reagieren, ein riesengroßer Vorteil. Viel Gluten kann bei diesen Menschen zu Unverträglichkeitsreaktionen wie Verdauungsproblemen aber auch Kopfschmerzen oder starker Müdigkeit führen. Hafer enthält kaum Gluten und ist daher eine ausgezeichnete Alternative oder Ergänzung am Speiseplan zu reinen Weizenprodukten.

Was die Backfähigkeit betrifft, ist dieser geringe Glutengehalt allerdings ein großer Nachteil. Reine Haferbrote gelingen nicht, da das Klebergerüst fehlt und das Brot nicht aufgehen kann. Wird Hafer aber in Form von Haferflocken, Hafermehl oder Haferkörnern zu Weizen, Dinkel oder Roggen hinzugemischt, kommen im fertigen Produkt die positiven Eigenschaften beider Getreidesorten voll zum Tragen.

Und woher kommt nun die Redewendung „Dich hat wohl der Hafer gestochen?“

Wenn jemanden der Hafer sticht, verhält sich dieser besonders übermütig und ist voller Tatendrang! Ursprünglich kommt diese Redewendung aus der Pferdehaltung. Pferde, die viel Hafer bekamen, sprühten nur so vor Energie. Kein Wunder bei der Kraft der Inhaltsstoffe!

Auch bei Hager gibt’s jetzt extra leckere Produkte mit Hafer wie Haferweckerl, Haferbrot, Haferkekse oder Hafermuffins. Machen Sie sich auf den Weg und suchen Sie sich Ihren Favoriten!

Dr. Astrid Laimighofer ist Ernährungswissenschafterin und schreibt in regelmäßigen Abständen für unseren Brotblog.

Dr. Astrid Laimighofer
Ernährungswissenschafterin & Buchautorin
0699/1000 80 85
astrid@laimighofer.at
www.gesundberaten.co.at

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