Warum es gut ist, regional zu essen

Warum es gut ist, regional zu essen

Regional einzukaufen wird für viele immer wichtiger. Doch was bringt es wirklich, auf regionale Lebensmittel, insbesondere bei Brot und Gebäck, zurückzugreifen? Auf welche Kennzeichen können Sie sich verlassen und wo finden Sie regionales Brot und Gebäck?

Regionales Einkaufen – für jeden ein Gewinn

Als „regional“ bezeichnen wir Lebensmittel, aber auch Speisen, die aus der näheren Umgebung kommen oder dort beheimatet sind. So ist die Wachauer Marille in Salzburg kein regionales Lebensmittel mehr, im St. Pöltner Raum aber sehr wohl.

Regionale Lebensmittel, ganz egal ob Obst, Gemüse, Milch, Fleisch, Brot, Getreide, Fleisch oder Fisch, sind sowohl für den Bauern und für den verarbeitenden Betrieb, als auch für uns als KonsumentInnen und für unsere Umwelt ein riesen Gewinn. Sie haben keine langen Anreisezeiten hinter sich und liefern so einen riesengroßen Pluspunkt für die CO2-Belastung. Durch den vermehrten Griff zu regionalen Lebensmitteln wird zusätzlich die Wirtschaft vor Ort gestärkt und Arbeitsplätze in der Region bleiben erhalten. Außerdem werden dadurch regionale Brot- und Gebäckspezialitäten und Traditionen aufrecht erhalten. Der Einkauf bei Ihrem Bäcker ums Eck sichert die lokale Nahversorgung und reduziert den Verkehr noch zusätzlich.

Regionale Getreidesorten für unvergleichlichen Geschmack

Seit einiger Zeit erinnern wir uns wieder an die alten Sorten, aus denen Brote und Gebäckstücke mit einem besonderen Nähr- und Mehrwert entstehen. Viele dieser Getreidesorten haben sich über Jahrtausende hinweg optimal an unser Klima und unsere Böden angepasst. Sie sind viel robuster gegenüber Schädlingen und nährstoffreicher als manch hochgezüchtete Weizensorte. Durch den vermehrten Anbau und die Weiterverarbeitung dieser alten Sorten bleibt auch unsere Kulturlandschaft erhalten.

  • Emmer und Einkorn werden insbesondere im Waldviertel angebaut. Sie sind mit Weizen verwandt und zeichnen sich durch einen besonders hohen Eiweißgehalt aus.
  • Dinkel ist die älteste Kulturform des Weizens. Er zeichnet sich durch besondere Robustheit aus und ist besonders reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Auch empfindliche Menschen vertragen Dinkel oftmals besser als herkömmlichen Weizen. Dieser Umstand macht ihn als Getreidesorte besonders beliebt.
  • Waldstaudenroggen, auch als Ur- oder Johannisroggen bezeichnet, wird fast ausschließlich in Niederösterreich kultiviert. Er enthält großen Mengen an Ballaststoffen und Mineralstoffen, hält Brot besonders lange frisch und gibt ihm eine natürliche Braunfärbung.

Erkennbarkeit von regionalen Produkten

Regionalität bei Brot und Gebäck hört aber nicht beim Getreide auf. Auch Milch, Körner, Samen, Eier oder Kartoffeln werden in einer Bäckerei verarbeitet und auch hier lohnt es sich mal nachzufragen, woher die einzelnen Produkte stammen. Denn die Nachvollziehbarkeit ist gerade bei Brot und Gebäck, das lose verkauft wird, nicht auf einen Blick sichtbar.

Ansonsten können diverse Logos eine Hilfe sein, wobei es nicht immer einfach ist, sich in dem Logo-Dschungel zurechtzufinden. Auf der Website des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit finden Sie dazu Unterstützung. Zu erwähnen ist hier insbesondere die „geschützte Ursprungsbezeichnung“ (g.U.). Nur Lebensmittel, die in einem bestimmten abgegrenzten Gebiet nach einem bestimmten Herstellungsverfahren produziert werden, dürfen dieses Siegel tragen. Dazu gehört beispielsweise wie schon erwähnt die Wachauer Marille, aber auch der Waldviertler Graumohn oder die Pöllauer Hirschbirne. Bei der geschützten geographischen Angabe (g.g.A.) hingegen können die Rohstoffe auch aus einem anderen Gebiet stammen wie zum Beispiel bei manchen Sorten des steirischen Kürbiskernöls.

Regionalität ist Hager ein Anliegen

Die Bäckerei Hager steht für regionale Produkte und verwendet heimische Getreidesorten. Auch die übrigen Inhaltsstoffe stammen zumeist von Betrieben aus der Umgebung wie der Waldstaudenroggen im St. Pöltner, der Roggen in den diversen Roggenbroten, der Dinkel in der Dinkel Sonne oder dem Urdinkel oder das Joghurt im Sportlerweckerl. Scheuen Sie sich aber nicht nachzufragen, wenn Sie zu einzelnen Produkten genauer Bescheid wissen wollen.

Dr. Astrid Laimighofer ist Ernährungswissenschafterin und schreibt in regelmäßigen Abständen für unseren Brotblog.

Dr. Astrid Laimighofer
Ernährungswissenschafterin & Buchautorin
0699/1000 80 85
astrid@laimighofer.at
www.gesundberaten.co.at

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