Würzig, würziger – Bärlauch!

Würzig, würziger – Bärlauch!

Beim Spaziergang durch den Wald sieht man schon da und dort die grünen Blätter sprießen und dieser würzige, unverkennbare Duft lässt die Herzen der Liebhaber des Krautes höherschlagen! Es ist nicht mehr wegzuleugnen. Der Frühling ist da und mit ihm die Bärlauchzeit!

Nur wenige Wochen im Jahr gibt es die grünen kräftig schmeckenden Blätter zum Selberpflücken im Wald oder zum Kaufen im Supermarkt. Bärlauch gehört zur Gattung der Lauchgewächse und ist somit Teil der Familie rund um Knoblauch, Zwiebel oder Lauch.

Bekannt ist der Bärlauch auch unter den Namen Waldknoblauch, wilder Knoblauch oder Hundsknofel, denn ganz typisch ist sein Geruch nach Knoblauch. So kann auch beim Pflücken der Unterschied zum Maiglöckchen oder der Herbstzeitlose erkannt werden. Nur Bärlauch duftet beim Zerreiben der Blätter nach Knoblauch. Alle anderen entwickeln diesen Geruch nicht.

Ihren Namen verdanken die grünen Blätter wahrlich dem Bären. Warum, da gibt’s nur Vermutungen. Vielleicht weil Bären nach dem Winterschlaf auf diese Pflanze schwörten, um wieder zu Kräften zu kommen. Außerdem standen Pflanzen, die Bärennamen bekamen, im Ruf auch Bärenkräfte zu haben. Auf den Bärlauch scheint das auf alle Fälle zuzutreffen.

5 Gründe, dieses Jahr Bärlauch zu essen

Wirkt gegen Viren

So wie Knoblauch enthält auch Bärlauch den bioaktiven Stoff Allicin. Dieser wirkt antimikrobiell, was bedeutet, dass Viren oder Bakterien reduziert werden. Diese Wirkung ist schon ziemlich lange bekannt, ist aber gerade heuer in Corona-Zeiten wichtiger denn je.

Hilft bei oxidativem Stress

Auch dafür ist das Allicin verantwortlich. Durch Zigarettenrauch, verschiedenste Umweltschadstoffe, Medikamente, Stress oder falsche Ernährung werden im Körper ziemlich viel freie Radikale gebildet, die die Zellen zerstören können. Allicin wirkt als Antioxidans und macht diese freien Radikale unschädlich. Das reichlich enthaltene Vitamin C hilft ihm dabei.

Stärkt das Immunsystem

Im Bärlauch sind ansehnliche Mengen an Vitamin C versteckt. So liefern 100 g Bärlauch dreimal soviel Vitamin C wie die gleiche Menge Orangen und mit gerade mal 60 g Bärlauch ist der Vitamin C-Bedarf eines Tages gedeckt. Ist der Körper ausreichend mit Vitamin C versorgt, gehen Infektionen schneller wieder vorbei. Auch dieser Aspekt ist gerade jetzt von Bedeutung.

Schützt das Herz-Kreislaufsystem

Die Sulfide im Bärlauch senken überhöhte Cholesterin- und Triglyzeridspiegel und beugen dadurch effektiv Herz-Kreislauferkrankungen vor. Außerdem sollen sie blutdrucksenkend wirken.

Fördert die Verdauung

Beim Essen von Bärlauch wird mehr Speichel produziert, außerdem wird der Magen angeregt mehr Magensäfte zu entwickeln und er wirkt bei Blähungen. Außerdem hilft Bärlauch, ein zerstörtes Gleichgewicht im Darm wieder aufzubauen. Gerade wenn die Darmflora durch eine Antiobiotikabehandlung zerstört wurde, spielt das eine besonders wichtige Rolle.

Am besten roh

Die volle Kraft der Inhaltsstoffe kann Bärlauch entfalten, wenn er nicht verkocht wird zum Beispiel in Form von Aufstrichen oder als Bestandteil von Salaten. Ein Klassiker dafür ist ein Bärlauchpesto, das besonders gut auf kräftiges Brot passt wie auf das Hager St. Pöltner. Aber auch das Hager Rotkorndinkel harmoniert dazu ganz großartig.

Dafür einfach Bärlauchblätter klein schneiden und mit Cashewkernen, Olivenöl, Parmesan, Salz und Pfeffer sehr fein und cremig pürieren.

Auch in Ihrer Bäckerei Hager finden Sie ab 11.3. Köstlichkeiten mit Bärlauch wie das Bärlauchbrot oder den Bärlauchnopf. Aber auch warme Bärlauchspeisen zum Mitnehmen erwarten Sie ab Mitte März bei Hager wie der Bärlauch-Kartoffel-Speck-Strudel, die Bärlauchsuppe oder Bärlauchspätzle. 

Dr. Astrid Laimighofer ist Ernährungswissenschafterin und schreibt in regelmäßigen Abständen für unseren Brotblog.

Dr. Astrid Laimighofer
Ernährungswissenschafterin & Buchautorin
0699/1000 80 85
astrid@laimighofer.at
www.gesundberaten.co.at

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