So geht’s auch regional – Tipps für regionales Einkaufen

So geht’s auch regional – Tipps für regionales Einkaufen

Samstagvormittag in zwei verschiedenen Ortschaften. Fast leergefegt ist der Marktplatz, Ausnahme sind einige Fußgänger, die gerade aus der Tabaktrafik kommen und einige wenige, die an den kleinen Tischchen im Gastgarten des Kaffeehauses Platz genommen haben. So das Bild des ersten Ortes. Ganz anders das Bild im Zentrum des zweiten Ortes. Hier geht es heute besonders rund. Ist doch Samstag Wochenmarkt, außerdem gibt es zahlreiche kleine Geschäfte wie die Bäckerei, den Metzger, ein gut sortiertes Schuhgeschäft und einige mehr, die die Menschen ins Innere des Ortes locken.  

Regionalität tut allen gut

Regional einzukaufen hat nicht nur gesundheitliche Vorteile und schont die Umwelt. Es geht dabei auch darum, dass das Geld in der Region bleibt, die Kaufkraft gestärkt wird und Arbeitsplätze erhalten werden. Auch die Attraktivität einer Stadt oder einer Region hängt von der lokalen Wirtschaft ab. Geht es dieser gut, sind leere Marktplätze und verlassene Innenstädte kein Thema.

4 von 5 Österreicherinnen und Österreicher orientieren sich beim Einkaufen am Begriff „regional“ wie eine Umfrage der Statistik Austria belegt. Regional bedeutet, dass die Produkte aus einem gewissen Raum stammen. Das kann nun ein landwirtschaftlich begrenzter Bereich sein, wie die Wachau oder der Seewinkel oder ein Viertel wie das Waldviertel. Auch Grenzen werden manchmal beim Regionalbegriff gesprengt, wie beispielsweise das Rheinland im österreichisch-schweizerischen Grenzgebiet.

5 Tipps für Ihren regionalen Einkauf

  • Regionales Obst und Gemüse finden Sie besonders auf Wochenmärkten oder wenn Sie direkt ab Hof kaufen. Auf gutesvombauernhof.at finden Sie außerdem zahlreiche Direktvermarkter. Direkter geht es nicht mehr, wenn Sie Kontakt zu den Produzenten haben möchten. Eine weitere Möglichkeit sind die zahlreichen Anbieter von Obst-Gemüse-Kisten, die Ihnen sogar noch direkt vor die Haustüre geliefert werden. Eine schöne Übersicht welcher Lieferant auch Ihnen liefert, finden Sie beispielsweise auf www.soschmecktnoe.at Doch auch im Supermarkt wird vermehrt regionales Obst und Gemüse in den Regalen angeboten. Achten Sie hier auf möglichst unverpackte Ware.
  • Milch und Milchprodukte lassen sich perfekt regional einkaufen. Die Haltung von Milchkühen trägt zum Erhalt der in Österreich traditionell kleinstrukturierten, bäuerlichen und besonders wertvollen Kulturlandschaft bei. Achten Sie zusätzlich noch auf Biomilch, dann enthält diese mehr gehirnpositive Fette als herkömmliche Milch und außerdem mehr Vitamin A und E! In vielen Gemeinden gibt’s außerdem Milch-Automaten. So können Sie sich regionale Milch direkt vor Ort abholen. Übrigens – Milch in der Einwegglasflasche kommt beim CO2-Fußabdruck schlechter weg als Milch aus dem Tetrapack.
  • Kaufen Sie Brot und Gebäck am besten direkt bei Ihrem Bäcker vor Ort – so wie bei Hager. In der Regel beziehen die regionalen Bäckereien ihr Getreide aus der Umgebung. Hager beispielsweise hat mit der Langer Mühle  einen langjährigen ebenfalls regionalen Partner an der Hand. Durch Ihren Einkauf beim Bäcker ums Eck sicheren Sie die lokale Nahversorgung und reduzieren gleichzeitig den Verkehr.
  • Speziell beim Fleischeinkauf lohnt sich der Blick auf Haltung und Herkunft der Tiere. Kommt das Schnitzel aus der Region dann verringern die kürzeren Transportwege nicht nur die Klimabelastung, sondern auch den Stress für die Tiere. Das bedeutet in weiterer Folge auch eine bessere Qualität des Fleisches. Das Gütesiegel „Gutes vom Bauernhof“ kennzeichnet zum Beispiel Produkte von geprüften DirektvermarkterInnen.
  • Auch regionales bzw. heimisches Superfood steht den exotischen Pendants in nichts nach. Nehmen Sie Leinsamen, Heidelbeeren, Brokkoli, schwarze Ribisel, Walnüsse oder Weintrauben anstatt der weitgereisten Chiasamen, Acaibeeren oder Gojibeeren.

Regional einkaufen auch unterwegs

Wer kennt das nicht: Sie sind auf Urlaub in Österreich und möchten auch hier regionale Produkte einkaufen oder ein Lokal finden, das regionale Lebensmittel anbietet. Dann sollten Sie unbedingt eine der Apps auf Ihr Handy installieren.

Die SchmankerlNavi-App liefert zum Beispiel super Infos für unterwegs, wenn Sie auf der Suche nach regionalen Produkten oder Lokalen sind, die regionale Produkte auf der Speisekarte haben. Auch die AbHof-App zeigt Ihnen auf einen Blick Direktvermarkter in Ihrer Nähe. Ist Ihnen Bio besonders wichtig, ist www.bio-austria.at/biomaps einen Klick wert.

So können Sie auch Ihren Urlaub entspannt regional genießen und die Produkte der jeweiligen Region kennenlernen.

Dr. Astrid Laimighofer ist Ernährungswissenschafterin und schreibt in regelmäßigen Abständen für unseren Brotblog.

Dr. Astrid Laimighofer
Ernährungswissenschafterin & Buchautorin
0699/1000 80 85
astrid@laimighofer.at
www.gesundberaten.co.at

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